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Lexikon Chemie

Papier

[zu griech. papyros »Papier«]: Ein aus Fasern, vornehmlich Pflanzenfasern (Cellulosefasern), durch Verfilzen, Verleimen und Pressen hergestellter Werkstoff. Die wichtigsten Rohstoffe dazu sind Altpapier, Hadern und Holz, das chemisch zu Zellstoff aufgeschlossen oder mechanisch zu Holzschliff gemahlen wird. Diese Rohstoffe werden zu einem wässrigen Brei angerührt und anschließend zu ungeleimtem Papier getrocknet und gepresst.

Zur Herstellung hochwertiger Papiere kommen noch Füllstoffe wie Kaolin, Bariumsulfat, Gips, Talkum u. a. dazu, mit denen eine glattere Oberfläche erzielt und der Farbton aufgehellt wird. Durch Zugabe von Leim und Wachs wird das Auslaufen und Durchschlagen von Tinte verhindert (geleimtes Papier). Zur Herstellung von billigem Zeitungspapier wird dem Zellstoff bis zu 90 % Holzschliff zugesetzt, dessen Ligningehalt für das Gelbwerden dieser Papiere verantwortlich ist. Pergamentpapier erzeugt man durch kurzes Eintauchen von ungeleimtem Papier in konzentrierte Schwefelsäure und sofortiges Nachwaschen mit Wasser.

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