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Lexikon Chemie

Mangan

[zu ital. manganese bzw. lat. magnes »Magnet«]: Chemisches Element aus der VII. Nebengruppe, Zeichen Mn, OZ 25, relative Atommasse 54,94, Reinelement.

Physikalische Eigenschaften: In reinem Zustand ist Mangan ein silberweißes Metall, Dichte 7,44 g/cm³, Fp. 1246 °C, Sp. 2061 °C, hart und spröde.

Chemische Eigenschaften: Unedles Metall, löst sich leicht in verdünnten Säuren unter Bildung von Mangan(II)-Salzlösungen und Wasserstoff; wird schon von Wasser bei Raumtemperatur langsam angegriffen; an offener Luft verbrennt es zu Mangan(II,III)- Oxid, Mn3O4.

Gewinnung: Im Hochofen zusammen mit Eisen als Eisen-Mangan-Legierung.

Verwendung: Zur Desoxidation von Eisen und Stahl sowie als Legierungsbestandteil; Mangandioxid in galvanischen Elementen und als »Glasmacherseife« zur Entfärbung von Glasschmelzen, Kaliumpermanganat als Oxidationsmittel und als Antiseptikum.

Verbindungen: Mangan kann zwei- bis siebenwertig auftreten, am häufigsten findet man die Oxidationsstufen zwei, vier und sieben. Mangan(IV)-dioxid, MnO2, (Braunstein) ist dunkelbraun und wird von schwefliger Säure aufgelöst. Die tiefpurpurnen Kristalle von Kaliumpermanganat, KMnO4, einem starken Oxidationsmittel, lösen sich in Wasser mit rotvioletter Farbe. Das farblose Mangancarbonat, MnCO3, ist ein relativ schwer lösliches Salz, das zur Düngung dient.

Bedeutung: Spurenelement in der belebten Natur, dessen Fehlen bei Pflanzen mangelndes Wachstum, bei Tier und Mensch Stoffwechselstörungen bewirkt.
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