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Lexikon Chemie

Fluorwasserstoff

HF: Farblose, stechend riechende, giftige Flüssigkeit, die z. B. durch Einwirken von Schwefelsäure auf Calciumfluorid, CaF2, gewonnen werden kann:

CaF2 + H2SO4 → CaSO4 + 2 HF

Trotz seiner sehr geringen Molekülmasse hat Fluorwasserstoff einen Siedepunkt von +19,5 °C. Dieser hohe Siedepunkt ist auf die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den stark polaren Fluorwasserstoffmolekülen zurückzuführen (Assoziation, zwischenmolekulare Kräfte). Beim Sieden müssen diese Bindungen erst unter Energieaufwand gespalten werden. Fluorwasserstoff, der sich leicht in Wasser löst, ist eine Brønsted-Säure (Säuren und Basen). Die wässrige Lösung ist die stark ätzend wirkende Fluorwasserstoffsäure oder Flusssäure. Diese ist in der Lage, Quarz (Siliciumdioxid) und Silicate anzugreifen. Die Reaktion mit Quarz (SiO2) beruht auf der Bildung von gasförmigem Siliciumtetrafluorid SiF4:

SiO2 + 4 HF → SiF4 + 2 H2O

Diese Reaktion wird zum Ätzen von Glas genutzt, dessen Hauptbestandteil Siliciumdioxid ist. Die Salze des Fluorwasserstoff sind die Fluoride.

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