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Lexikon Chemie

Elektronegativität

Abk. EN: Ein von L. Pauling eingeführtes Maß für das Bestreben eines Atoms, innerhalb eines Moleküls Bindungselektronen anzuziehen. Die Elektronegativität ist eine dimensionslose Zahl. Sie ist nicht direkt messbar, sondern nur indirekt aus verschiedenen anderen Größen wie Bindungsenergie oder Ionisierungsenergie und Elektronenaffinität zu ermitteln. Dem Atom mit der höchsten Elektronegativität, dem Fluoratom, wird willkürlich die EN 4,0 zugeordnet. Die Werte aller anderen Atome beziehen sich darauf. Die niedrigste EN hat das Alkalimetall Caesium mit 0,7. Mithilfe der Elektronegativität kann man u. a. abschätzen, ob zwei Elemente miteinander eine Molekül- oder eine Ionenverbindung bilden. Ein großer Unterschied der EN-Werte (Faustregel: größer als 1,9) zwischen den an der Verbindung beteiligten Atomen lässt eine Ionenbindung vermuten, ein kleinerer Unterschied eher eine (eventuell polare) Atombindung.
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