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Lexikon Biologie

Schwangerschaft

Schwangerschaft (Gravidität) ist die Zeitspanne von der Einnistung eines befruchteten Eies bis zur Geburt eines Kindes. Die Schwangerschaft dauert im Mittel 280 Tage, gerechnet vom ersten  Tag der letzten Monatsblutung (Menstruationszyklus). Aus biologischer Sicht beginnt die Schwangerschaft mit der Besamung der Eizelle und der nachfolgenden Befruchtung. Unter Annahme eines durchschnittlichen Menstruationszyklus von 28 Tagen erreicht der so entstandene Blasenkeim die Gebärmutterhöhle gewöhnlich am 18. Zyklustag, wenn die Befruchtung  am 14. Zyklustag stattgefunden hat. Die Einnistung des Blasenkeims in die Gebärmutterschleimhaut beginnt wahrscheinlich am 20.–22. Zyklustag und ist etwa am 27. Zyklustag beendet. Etwa vier Tage später schließt sich der Keim an die mütterlichen Blutgefäße an und die Ausbildung der Placenta beginnt. Die etwa am 28. Zyklustag erwartete  Monatsblutung bleibt infolge der Hormonproduktion des Gelbkörpers normalerweise aus (Keimesentwicklung). Während der Schwangerschaft unterliegt der mütterliche Körper einer Reihe von  Veränderungen, die v. a. durch die hormonellen Umstellungen, insbesondere durch die Funktion der Placenta als Hormondrüse, zu erklären sind. Hieraus resultieren dann auch  die Schwangerschaftszeichen. Sichere Schwangerschaftszeichen sind der Nachweis der kindlichen Herztöne und das Ertasten des kindlichen Körpers. Charakteristische Anzeichen einer Schwangerschaft sind ferner zunehmender Leibesumfang, verstärkter nächtlicher Harndrang, morgendliche Übelkeit (während der ersten Monate) und ungewöhnliche Essgelüste. Darüber hinaus kommt es am Herz-Kreislauf-System der Mutter zu einer Verlagerung und Vergrößerung des Herzens, zur Zunahme des Blut- und Herzzeitvolumens und zu einer höheren Pulsfrequenz.  Das wachsende Kind verursacht schließlich eine Zunahme des Venendrucks in den unteren Körperpartien, die zudem durch die Weitstellung aller Gefäße in der Schwangerschaft die  Entstehung von Krampfadern in den Beinen fördert. Auch die Atemtätigkeit ist um rd. 20 % gesteigert.

Der Embryo bzw. der Fetus wird während der Schwangerschaft über die  Placenta ernährt. Diese ist zugleich auch durchlässig für Immunglobuline, manche Medikamente, Alkohol, Nicotin und für die Erreger mancher Krankheiten oder ihre Gifte, was  zu Schädigungen des Kindes führen kann. Die Schwangerschaft endet mit der Geburt des Kindes und der folgenden Nachgeburt.

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