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Lexikon Biologie

Rückenmark

Rückenmark (Medulla spinalis): Dieser etwa bleistiftstarke Teil des Zentralnervensystems liegt im Rückenmarkskanal der Wirbelsäule und wird von den gleichen Häuten geschützt wie das Gehirn (Hirnhäute). Zwischen den Wirbeln treten 31 Paar Rückenmarksnerven in das Rückenmark ein oder aus ihm  heraus. Durchschnitten zeigt das Rückenmark zum Rand hin weiße Substanz, im Innern eine schmetterlingsförmige Figur aus grauer Substanz. Die graue Substanz enthält rd. 350 000 Nervenzellen. In die auf der Rückenseite liegenden paarigen Hinterhörner dieser Figur münden je Nerv und Seite rd. 12000  sensorische (afferente) Nervenfasern. Ihre zugehörigen Zellkörper liegen außerhalb des Rückenmarks in Verdickungen der Nerven, den Spinalganglien (peripheres Nervensystem). Bei spinaler Kinderlähmung werden diese zerstört. Aus den bauchseitigen paarigen Vorderhörnern treten je Nerv und Seite rd. 6000 motorische (efferente) Fasern aus. Ihre Zellkörper liegen in den Vorderhörnern. Die Fasern je eines Vorder- und Hinterhorns treten vereint aus dem Rückenmarkskanal aus und verzweigen sich außerhalb. Die im Rückenmark außen liegende weiße Substanz enthält etwa 10 Millionen Nervenfasern. Die sensorischen  Fasern liegen v. a. zwischen den Hinterhörnern, die motorischen meist seitlich und zwischen den Vorderhörnern. Im Zentrum des Rückenmarks liegt der mit Cerebrospinalflüssigkeit gefüllte Zentralkanal. Das Rückenmark ist ein wichtiges Reflexzentrum, das v. a. Schutzreflexe auslöst (Reflexe). 
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