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Lexikon Biologie

Leber

Die Leber ist das Zentralorgan des Stoffwechsels und die größte Drüse der Wirbeltiere, die beim Menschen rechts unter den Rippen bis über die Körpermitte hin liegt. Auf  ihrer Rückseite befindet sich als Anhängsel des Gallengangs die Gallenblase.

Die Leberarterie versorgt die Leber mit sauerstoffreichem Blut, die Pfortader bringt nährstoffreiches Blut vom Darm zu ihr. Eine gemeinsame Vene führt das Blut wieder  dem Blutkreislauf zu. Die Pfortaderästchen und die Arterienästchen bilden ein dichtes Kapillarnetz (Lebersinusoide), das sich zum Zentrum des Läppchens hin vereinigt und dort in die Zentralvene mündet. In den Kapillaren liegen Fresszellen (Phagocyten).

Täglich produziert die Leber etwa 1 l Gallenflüssigkeit. Deren Aufgabe ist es, die Nahrungsfette in kleinste Tröpfchen zu zerlegen (zu emulgieren). Die Leber entgiftet das Blut,  indem sie Abbauprodukte des Proteinstoffwechsels in Harnsäure (Kriechtiere, Vögel) oder Harnstoff (Säugetiere) umwandelt. Außerdem baut sie Proteine und Fette in  Kohlenhydrate um, speichert Kohlenhydrate in Form von Glykogen, synthetisiert Proteine (z. B. Fibrinogen, Plasmaalbumin, Prothrombin) aus Aminosäuren, baut überalterte rote  Blutkörperchen ab, speichert das frei werdende Eisen sowie Vitamine und kann beim Menschen bis zu 20 % der Gesamtblutmenge speichern (Blutspeicher). Die Speicherung  des Glykogens erfolgt unter dem Einfluss des Hormons Insulin, die Mobilisierung unter dem Einfluss des Hormons Adrenalin. Die Leber baut auch Medikamente und andere Stoffe (z.  B. Alkohol) ab.

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