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Lexikon Biologie

Impfung

Impfung: (Immunologie) Grundlage aller Schutzimpfungen ist die Antigen-Antikörper-Reaktion. Bei der aktiven Impfung führt man dem Körper bestimmte Antigene zu, um so die Bildung körpereigener Antikörper anzuregen. Man imitiert also den Vorgang der Infektion.

Lebendimpfstoffe enthalten lebende, für den Menschen jedoch unschädliche Erreger. Beim Pockenimpfstoff z. B. sind es Kuhpockenerreger, zur Tuberkuloseschutzimpfung werden lebende Rindertuberkelbakterien verwendet.

Zu den Totimpfstoffen, die  abgetötete Erreger enthalten, gehören die Impfstoffe gegen Grippe, Tollwut, Keuchhusten, Typhus, Cholera und bestimmte Impfstoffe gegen Masern und Kinderlähmung.

Mit  abgeschwächten Giften von Krankheitserregern (Toxoidimpfstoffe) wird gegen Wundstarrkrampf und Diphtherie geimpft.

Bei der passiven Impfung werden dem Organismus fertige Antikörper menschlichen oder tierischen Ursprungs zugeführt. Vorteilhaft ist der rasche Wirkungseintritt, nachteilig die kurze Dauer des Impfschutzes, die bei Tierseren  nur 8–14 Tage beträgt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das tierische Protein ebenfalls als Antigen im menschlichen Körper wirkt. Daher werden seit einigen Jahren neben Tierseren  antikörperhaltige Menschenseren und gentechnisch hergestellte Seren verwendet. Die Immunglobuline sind in ihnen 40-fach angereichert. Hyperimmunglobuline enthalten  außer den normalerweise im Erwachsenenblut vorkommenden Immunglobulinen zusätzliche Antikörper gegen einige Krankheitserreger.

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